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»Der Nachsommer« von Adalbert Stifter

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Der Nachsommer »Der Nachsommer« mit dem Untertitel »Eine Erzählung (1857)« ist ein zwischen 1847 und 1857 entstandener Roman in drei Bänden von Adalbert Stifter. »Der Nachsommer«, Stifters vielleicht bekannteste Schöpfung, zählt gehört zu den großen Bildungsromanen des 19. Jahrhunderts. Im Stil des Biedermeier erzählt der Entwicklungsroman die Lebens- und Familiengeschichte seines Protagonisten, der im Verlauf des Buches zu einem reifen Mann wird. Es gibt Romane, die sind wie eine nacherzählte Lebensgeschichte, welche das eigene Leben im milden Licht eines geglückteren Entwurfes erscheinen läßt. Der »Nachsommer« ist eine literarische Annäherung an Adalbert Stifter. Mit seiner durch und durch autobiografischen Grundierung ist das Werk an Stifters Leben entlanggeschrieben und vergegenwärtigt dieses Leben. Es ist der idealisierte Entwurf eines geglückten Lebens und zugleich auch die Korrektur von Stifters eigener Geschichte. Nachdem es das erste und eigentliche Mal ganz anders war, ...

»Ein Sommernachtstraum« - eine heitere Komödie von William Shakespeare

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»Ein Sommernachtstraum« (engl. »A Midsummer Night's Dream«) ist eine heitere Komödie von William Shakespeare. Das von seinem Thema eher nordisch angehauchte Stück ist eine historisch inspirierte, adaptive Geschichte und spielt zur Sommerzeit im antiken Athen und in einem an die Stadt angrenzenden verzauberten Wald. William Shakespeares märchenhafte Liebesgeschichte, die gleichzeitig ein Verwirrspiel um Träume und Identitäten ist, gehört heute zu den meistgespielten Stücken des berühmten englischen Dramatikers. Theseus, Herzog von Athen, ist im Begriff Hippolyta zu heiraten, die Königin der Amazonen. Noch vier Tage sind es bis zur Hochzeit. Diese Frist setzt er auch Hermia, die sich entscheiden muss, ob sie nach dem Willen ihres Vaters den ungeliebten Demetrius oder - unter Androhung des Todes - den von ihr heiß geliebten Lysander zum Mann nehmen will. Sie entscheidet sich für Lysander und flüchtet mit ihm in den Wald. Ihre Freundin Helena, die ihrerseits und leider unerwide...

»Der Sandmann« E.T.A. Hoffmann

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»Der Sandmann« ist eine Erzählung in der Tradition des Kunstmärchens der Schwarzen Romantik von E.T.A. Hoffmann, die ursprünglich in der Sammlung »Nachtstücke« erschienen ist und erstmals 1816 veröffentlicht wurde. Sie erschien ohne bestimmte Autorenangabe in Berlin. »Der Sandmann« von E.T.A. Hoffmann gehört zu den bedeutendsten Werken der Romantik, ist ein Paradebeispiel für das spätromantische Kunstmärchen und für den Gruselroman. Als Hoffmann in den Jahren 1816 / 17 den zweibändigen Zyklus »Nachtstücke« publizierte, in dem unter anderem auch sein heute wohl berühmtestes Werk »Der Sandmann« enthalten ist, hatte er seinen Ruf als besonderer spätromantischer Dichter bereits inne. Im Zentrum der psychologisch ausgefeilten Erzählung von E.T.A. Hoffmann steht der Physikstudent Nathanael. Besonders interessant an diesem Werk ist der mehrteilige Aufbau des Werkes. Hoffmann beginnt die Erzählung mit einem Briefwechsel. Nathanael schreibt an den Bruder seiner Verlobten Clara, ein...

E.T.A. Hoffmann 250. Geburtstag

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E.T.A. Hoffmann wurde vor 250 Jahren am 24. Januar 1776 in Königsberg als Sohn eines Advokates geboren. E.T.A. Hoffmann ist einer der großen deutschen Dichter der Romantik und gilt er als Meister des Unheimlichen in der Literatur. Mit seinen bizarr-phantstischen Erzählungen schuf er eine neue Erzählform, deren übersinnliche Motive und groteske Züge auf die ganze Weltliteratur wirkten - von von Edgar Allen Poe bis zu Oscar Wilde. Nach dem Gymnasium in Königsberg studierte er von 1792 bis 1795 Jura. Als Referendar arbeitete er 1796 in Glogau und 1798 in Berlin. Ab 1800 arbeitete er als Assessor in Posen, wurde strafversetzt nach Plozk in Polen. 1807 ging er nach Berlin zurück und verdiente seinen Lebensunterhalt von nun an als Musiker, Zeichner und Literat. 1808-1813 war er Kapellmeister, Komponist und Musikkritiker in Bamberg und erlebte mit den ersten phantastischen Erzählungen seinen Durchbruch als Schriftsteller. Ab 1814 lebte er wieder in Berlin und war führendes Mitgl...

Die Helden Dostotjewskis

Die Helden Dostojewskis suchen aber und finden überhaupt kein Verhältnis zum wirklichen Leben: das ist ihre Sonderheit. Sie wollen gar nicht in die Realität hinein, sondern von allem Anfang an über sie hinaus, ins Unendliche. Ihr Reich ist nicht von dieser Welt. All die Scheinformen von Werten, Titel, Macht und Geld, aller sichtbarer Besitz hat für sie Wert weder als Zweck, wie bei Balzac, noch als Mittel, wie bei den Deutschen. Sie wollen sich in dieser Welt gar nicht durchsetzen, nicht behaupten und nicht ordnen. Sie sparen nicht mit sich, sondern sie verschwenden sich, sie rechnen nicht und bleiben ewig unberechenbar. Sich selbst wollen sie fühlen und das Leben, aber nicht dessen Schatten und Spiegelbild, die äußere Realität, sondern das große mystische Elementare, die kosmische Macht, das Existenzgefühl. Wo immer man tiefer sich eingräbt ins Werk Dostojewskis, überall rauscht als unterste Quelle dieser ganz primitive, fast vegetative fanatische Lebensdrang, jenes ganz urhafte Gel...

»Farm der Tiere« von George Orwell

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George Orwell den als Satire geschriebenen Roman »Farm der Tiere« (»Animal Farm«) vor 80 Jahren im Jahr 1945 veröffentlicht. Der Roman gilt als Parabel auf die Geschichte der Sowjetunion, bei der auf die vom Volk getragene Februarrevolution letztlich die diktatorische Herrschaft Stalins folgte. In der DDR durfte das Buch, wie auch alle anderen Werke Orwells, nicht erscheinen, und sein Besitz konnte strafrechtliche Folgen haben. Zu Beginn des Romans vertreiben die unterdrückten Tiere den Bauern vom Hof und übernehmen selber die Macht. Sie genießen ihre neue Freiheit und geben sich eine Verfassung, die mit den Worten "Alle Tiere sind gleich" beginnt. In der Orwellschen Satire schwingen sich die Schweine nach der Revolution gegen den Bauern als die intelligenten Tiere zur Regierung auf. Dabei ufern ihre Zusammenkünfte immer mehr in Orgien aus, während sie den anderen Tieren immer härtere Arbeit aufbürden. Die schöne Utopie der Tiere wandelt sich jedoch in ein desp...

»Buddenbrooks« von Thomas Mann

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Buddenbrooks Die »Buddenbrooks« von Thomas Mann ist eine Geschichte von vier Generationen einer Lübecker Kaufmannsfamilie, deren Aufstieg und Niedergang sich zwischen den 30er und den späten 70er Jahren des 19. Jahrhunderts zuträgt. Bereits der Untertitel »Verfall einer Familie« macht deutlich: Es handelt sich um die Verfallsgeschichte einer Familie - der Buddenbrooks. Der Roman zeigt die Mechanismen des Aufstiegs und Untergangs dieser Familie. Es ist die Geschichte einer Familie und gleichzeitig die Rekonstruktion des Auftauchens und des Verschwindens bürgerlicher Werte. Der Autor erzählt vor der Kulisse Lübecks nur wenig verschlüsselt die Geschichte seiner eigenen Familie und ihrer Stellung in der Vaterstadt Lübeck, soweit er sie nachvollziehen, in Einzelheiten überblicken konnte, ja sogar noch miterlebt hat. Verwandte, Honoratioren und markante Persönlichkeiten seiner Jugend werden integriert. Thomas Mann zeichnet in seinem gewaltigen Zeitgemälde des 19. Jahrhunderts das...

Wilhelm Meisters Lehrjahre

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Er ist einer der großen Bildungromane der Literaturgeschichte: Goethes Kunsstroman »Wilhelm Meisters Lehrjahre«. 1795/96 erschien die Erstausgabe von Goethes Roman »Wilhelm Meisters Lehrjahre« in vier Bänden, die 1821 durch die Weiterführung »Wilhelm Meisters Wanderjahre« oder »Die Entsagenden« von Goethe, vielleicht auch als Antwort auf die Kritiken aus den Reihen der Romantiker, ergänzt wurde. (So erklärt Goethe im Briefwechsel mit Schiller (8. Und 12. Juli 1796) die Fortsetzung seiner Lehrjahre als „Correlatum“, das die „Meisterschaft“ zum Ziel haben müsse.) »Wilhelm Meisters Lehrjahre« gilt als klassischer Bildungsroman. Ziel dieses ersten Bildungsromans der Literaturgeschichte ist jedoch kein realistische, sondern gleichnishafte Lebensbetrachtung, deren Leser sich darin idealerweise spiegelt, gemeinsam mit dem Romanhelden in seiner Welt- und Selbstkenntnis voranschreitet und in der Rückschau zumindest ahnt, dass alles in einem sinnvollen und geradezu notwendigen Zusammenhang g...

»Der Name der Rose« von Umberto Eco

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Der Name der Rose "Ich wollte einen Mönch vergiften" , hat Umberto Eco später halb scherzhaft über seine Motivation gemeint und das sei der Ausgangspunkt für dieses Werk gewesen. Nun er hat mehrere Mönche vergiftet und eine interessante Kriminalhandlung als Hintergrund geschaffen. Der Roman »Der Name der Rose« des Philosophen und Schriftstellers ist eine Mischung aus historischem Klosterkrimi und philsosophischem Essay, das historisch-präzise das späte Mittelalter mit seinen politischen und religiösen Auseinandersetzungen widerspiegelt. Das Werk ist der Ausdruck seines Mittelalter-Bildes. Umberto Ecos Roman wurde 1980 schnell zu einem Welterfolg und verkaufte sich millionenfach. Das Kloster ist düsterer Ort, den der englische Franziskanermönch William von Baskerville und sein junger Adlatus Adson von Melk an einem trüben Novembermorgen anno Domini 1327 betreten. In der abgelegenen Benediktinerabtei im verschneiten norditalienischen Apenien geschehen merkwürdige Mor...

»Die Legende vom heiligen Trinker« von Joseph Roth

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Als »eine der schönsten Legenden, die im 20. Jahrhundert gedichtet wurde« (Marcel Reich-Ranicki) hinterließ Joseph Roth »Die Legende vom heiligen Trinker« , die kurz vor seinem Tod entstand. Joseph Roth verwebt Realität und Fiktion in einer märchenhaft erzählten Novelle. Joseph Roth hat eine wunderbare Parabel geschrieben, die seinem eigenen Leben wunderbar vorweg greifen sollte. In dieser Erzählung wird der dem Alkohol verfallene Clochard Andreas von einem Unbekannten mit 200 Francs beschenkt. Die soll er, falls es ihm eines Tages möglich sei, in einer bestimmten Kapelle zugunsten der Heiligen Therese von Lisieux hinterlegen. Andreas geht von seinem unerwarteten Reichtum gut essen, wäscht sich, lässt sich rasieren und besucht ein Café. Dort spricht ihn ein Herr an, der seine schäbige Kleidung bemerkt und bietet ihm einen Job als Möbelpacker an. Als Lohn werden 200 Francs vereinbart. Andreas führt die vereinbarte Arbeit gewissenhaft aus und erwirbt, weil er sich bereits einer...

»Der Nachsommer« deutschsprachiger Bildungsroman

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Der Nachsommer »Der Nachsommer« mit dem Untertitel »Eine Erzählung (1857)« ist ein Roman in drei Bänden von Adalbert Stifter. Das Werk gehört zu den großen Bildungsromanen des 19. Jahrhunderts. Beschrieben wird ein idealisierter, vom Leben abgeschirmter, teilweise synthetischer Weg eines jungen Menschen in das Erwachsenwerden. »Der Nachsommer« ist der letzte große deutschsprachige Bildungsroman in der Nachfolge von Goethes »Wilhelm Meisters Lehrjahre« (1795 / 96). Darin entfaltet Adalbert Stifter sein Konzept einer planvollen Erziehung und umfassenden Bildung, dessen Ziel die harmonische Entwicklung des Menschen ist. Die Erzählung ist ein Werk mit einem nie wieder erreichten Höchststand deutscher Sprachkultur. Dieser Roman kommt ganz ohne Handlung aus, ohne alles aus, was man eine „Geschichte” nennen könnte. allein die Rundgänge beim ersten Besuch des Ich-Erzählers, auf denen der Hausbesitzer seinem Gast die verschiedenen Kunstsammlungen, den weitläufigen Garten und den Betri...

»Radetzkymarsch« von Joseph Roth

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Radetzkymarsch Niemand hat das versunkene Habsburgerreich mit zärtlicherer Sympathie wie eine rückwärtsgewandte Utopie mythisiert als Joseph Roth (1894 bis 1939), der große Erzähler, Trinker und Monarchist aus dem Kronland Galizien. Seine Romane »Radetzkymarsch« (1932) und »Die Kapuzinergruft« (1938) halten eine delikate Balance zwischen tragischer Ironie und Sentimentalität, sie schweben zwischen Zerrbild und Musterbild. »Radetzkymarsch« von Joseph Roth ist ein Marsch des Abgesangs der Donaumonarchie. Mit seinem Roman »Radetzkymarsch« gelangte Joseph Roth zu internationalem Ruhm. Roth zeichent drain die Veränderungen in der Habsburger Monarchie beginennd mit der Schlacht von Solferino 1865 bis zum Ende nach. Mit Leib und Seele ist der feinfühlige Offizier Carl Joseph Trotta ein Kind Österreich-Ungarns: Der Großvater, der als Soldat dem damals noch jungen Franz Joseph I. das Leben rettete, ziert als 'Held von Solferino' die Geschichtsbücher, der Vater steht als Beamt...

Erzählkunst des Joseph Roth

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Joseph Roth war ein in Gallizien geborener bekannter österreichischer Schriftsteller, Erzähler und Journalist des 20. Jahrhunderts. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Erzähler. Roth war ein Schiffbrüchiger, ein Gestrandeter. Joseph Roth (1894-1939) gilt manchen als ein Wunderrabbi im Kleid des Gentlemans, der mit dem Alphabet heilen konnte, anderen als schiffbrüchiger österreichisch-ungarischer Monarchist, der seinen Kummer über den Niedergang der Habsburger in Hektolitern Alkohol ersäufte. Selbst charakterisierte sich der galizische Jude, österreichische Dichter und katholische Trinker Roth als »böse, besoffen, aber gescheit« und traf damit wohl ins Schwarze. Roth war - mit einem gern gebrauchten Wort - ein Dichter des Heimwehs, nicht der Heimat. „Ich habe keine Heimat, wenn ich von der Tatsache absehe, dass ich in mir selbst zu Hause bin und mich bei mir heimisch fühle“ , bekannte er in einem Brief. Der erste Teil dieses Satzes war seine ewige Klage, d...

Jorge Luis Borges 125. Geburtstag

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Jorge Luis Borges wurde vor 125 Jahren am 24. August 1899 in Buenos Aires geboren. Jorge Luis Borges war ein argentinischer Schriftsteller und Bibliothekar. Borges verfasste eine Vielzahl phantastischer Erzählungen und Gedichte und gilt als Mitbegründer des »Magischen Realismus«. Er studierte dann in Spanien, wo er mit einigen zeitgenössischen Dichtern in Kontakt kam. Mit etwa fünfzig Jahren war er vollständig erblindet, was ihn jedoch nicht daran hinderte, mit Hilfe von Freunden noch mehrere Jahrzehnte hindurch schriftstellerisch tätig zu sein. Ab 1955 war Borges Direktor der argentinischen Nationalbibliothek. Literarisch beeinflusst wurde Borges vor allem von Macedonio Fernández, Rafael Cansinos Assens, englischsprachiger Literatur von Walt Whitman, Gilbert Keith Chesterton, George Bernard Shaw, Thomas De Quincey, Franz Kafka und dem Taoismus. Seine philosophischen Anschauungen, die dem erkenntnistheoretischen Idealismus verpflichtet sind und sich in seinen Erzählungen und ...